Das Interview – Screenings im Kino Arsenal

Mi 6.6. (film in english) , 13.6. (german) + 27.6. (german) jeweils 17 h

Das Juni-Filmprogramm im Kino Arsenal zum Seminar „Das Interview“ stellt drei Beispiele von „Interviewfilmen“ zur Diskussion.

In Alan Berliners NOBODY’S BUSINESS (USA 1996; Mi 6.6. 17h) verweigert sich der Zeuge: „Alan Berliner takes on his reclusive father as the reluctant subject of this poignant and graceful study of family history and memory. What emerges is a uniquely cinematic biography that finds both humor and pathos in the swirl of conflicts and affections that bind father and son. Ultimately this complex portrait is a meeting of the minds – where the past meets the present, where generations collide, and where the boundaries of family life are pushed, pulled, stretched, torn and surprisingly at times, also healed.“ (webseite Alan Berliner) Vorgeschlagen und mit einer Einführung von Yara Spaett.

In Stefan Hayn und Anja-Christin Remmerts SCHULDNERBERICHTE (D 2002; Mi 13.6. 17h) „werden auf der Grundlage von anonymisierten Interviews sieben Verschuldungsgeschichten unterschiedlich filmisch inszeniert und ins Verhältnis gesetzt zu Gesprächen mit Personen, die beruflich mit Verschuldung zu tun haben. Schuldnerberater und Wissenschaftler erklären, dass am Anfang fast jeder “Verschuldungskarriere” eine persönliche Krise stehe: Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder Scheidung. Diese Erklärung geht den Autoren nicht weit genug. Grund der privaten Krisen ist auch eine Modernisierung, in deren Folge “private” Risiken immer weniger gesellschaftlich aufgefangen werden und die Wirtschaft höhere Gewinne denn je erzielt.“ ( Die Linse in Münster) Einführung: Anja-Christin Remmert und Stefan Hayn

Hans Jürgen Syberbergs SEXBUSINESS MADE IN PASING (BRD 1969; Mi 27.6. 17h) wird zu einem situativen „Beitrag zur Filmsoziologie in Deutschland 1969“. Der bayrische Sexfilmproduzent Alois Brummer (Graf Porno von München) „gekommen bin ich auf diese Sache durch eine Geschichte im Spiegel… Das Haus von Herrn Brummer kennen wir noch nicht, ich weiß nur, dass er dort Filme dreht.“ Der Film kreist darum, Herrn A. B. zu interviewen, was tatsächlich selten gelingt. Ansonsten ist er eine Zustandsbeschreibung von kommerzieller Filmproduktion und Geschlechterbildern 1969 oder wie es H. J. Syberberg in seinem Filmbuch (1976) beschreibt: „Zum ersten Mal sahen deutsche Kulturbürger, Studenten, Kritiker, die Kinowelt, in der sie leben und die sie nicht kannten: praktische Proletkunst, vermarktet, geistlos, pervertiert, deutschen sauberen Sex aus Bayern. … Alles nett, gespenstische Kulturlandschaft, der große Bankrott.  … Alles in einer Woche aufgenommen, chronologisch geschnitten – mit Zwischentiteln zur Anmerkung und Information über Statistisches und Situation des deutschen Films zur Zeit der Entstehung: 1969.“
Einführung: Madeleine Bernstorff
The Interview: a critical appraoch to interview-practices/ three films.

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